AI Bridge: Claude Code und weitere Coding-Agenten verwalten

Echte Coding-CLIs, getrennte Sitzungen und Freigaben in einer Mac-App.

aibridge.sh
AI Bridge screenshot

Einfach erklärt: Wozu dient AI Bridge?

AI Bridge ist eine Mac-App, mit der du mehrere KI-Coding-Agenten gleichzeitig betreibst und beaufsichtigst. Auf der Website findest du Downloads, eine Demo und Anleitungen. In der App laufen die echten CLIs von Claude Code, Codex, Grok und OpenCode, jeweils in einem eigenen Terminal mit eigenem Gespräch.

Du kannst beispielsweise einen Agenten einen Fehler untersuchen lassen und einen anderen mit einer Codeprüfung beschäftigen. AI Bridge zeigt, welcher arbeitet und welcher eine Antwort braucht. Das eignet sich für Entwickler, DevOps und technische Gründer, die sonst viele Terminal-Tabs kontrollieren. Die Modelle nutzen weiterhin deine eigenen Konten.

Vom Download zur ersten überprüfbaren Aufgabe

Am 28. Oktober 2026 war Version 0.9.0 als öffentliche Beta verfügbar. Voraussetzung ist macOS 14 oder neuer; es gibt Downloads für Apple silicon und Intel.

  1. Lade das passende DMG, öffne es und ziehe AI Bridge in den Programme-Ordner.
  2. Starte die App. Setup prüft vorhandene Agenten-CLIs und kann fehlende installieren. Melde die CLI bei deinem eigenen Anbieter an.
  3. Lege Projekt und Workspace an, hinterlege Repository, Kontext und klare Arbeitsregeln.
  4. Beginne mit einer begrenzten Aufgabe und einem sichtbaren Ergebnis, etwa einer Erklärung oder einem Änderungsvorschlag.
  5. Bearbeite Rückfragen in Inbox beziehungsweise Terminal und kontrolliere Codeänderungen, Befehle und Tests.

Eine zusätzliche Sitzung ist sinnvoll, wenn du ihr eine klar getrennte Verantwortung geben kannst. Die App organisiert die Arbeit; die fachliche Prüfung der Ergebnisse bleibt erforderlich.

Sitzungen nach Verantwortung ordnen und später fortsetzen

Ein Project enthält übergreifende Regeln. Ein Workspace bündelt Anweisungen, Kontextdateien, Repositories und Werkzeuge für einen Bereich wie Produktentwicklung oder Infrastruktur. Agenten starten mit diesen gemeinsamen Grundlagen, behalten jedoch getrennte Gespräche und Terminals. Eine automatische Git-Worktree-Isolation ist damit nicht belegt; bei gemeinsamen Dateien musst du Änderungen koordinieren.

Die Seitenleiste zeigt laufende, wartende, fertige oder schlafende Sitzungen. Inbox sammelt Fragen, Assist-Freigaben und Slack-Aufträge samt Verlauf. Grid stellt ausgewählte Live-Sitzungen nebeneinander dar. Schlafende Agenten lassen sich mit ihrem Gespräch wiederaufnehmen; vorhandene lokale CLI-Sitzungen können importiert werden.

Assist kann Agenten starten, aufwecken oder anschreiben und fragt vor Aktionen, sofern du diese nicht dauerhaft erlaubt hast. Hinzu kommen geplante Automationen und unbegrenzt viele manuelle Ausführungen.

Datenbankabfragen, Cluster und Slack im Arbeitskontext

Für Postgres oder MongoDB hinterlegst du Verbindungsdaten und stellst eine Frage in einfachem Englisch. Eine deiner Coding-CLIs formuliert SQL beziehungsweise eine MongoDB-Abfrage. Du siehst die Abfrage vor der Ausführung und erhältst Zeilen sowie eine Erklärung; die Tabelle lässt sich exportieren. Schreibzugriffe benötigen eine Freigabe. Für reine Auswertungen begrenzen schreibgeschützte Zugangsdaten die Rechte zusätzlich auf Datenbankebene.

Kubernetes-Ansichten lesen Kontexte aus kubeconfig und zeigen Workloads, Logs, YAML und Helm. Änderungskarten nennen den Zielcluster, Schreibaktionen werden lokal protokolliert, vor destruktiven Aktionen wird das Objekt-YAML gesichert. Bei GitOps-verwalteten Objekten wird auf mögliche Rücksetzungen hingewiesen.

Für Slack lassen sich Claude Code, Codex und OpenCode an einen ausgewählten Kanal binden. Neue Nachrichten werden zu freizugebenden Aufträgen. Antworten kannst du bearbeiten, neu erzeugen, senden oder verwerfen; sie erscheinen unter deinem Slack-Konto. Standardmäßig prüfst du jede Antwort. Ein ausdrücklich als vertrauenswürdig eingestellter Kanal kann automatisch senden.

Kostenlose Nutzung und kostenpflichtige Mengen

Stand 28. Oktober 2026, US-Dollar vor Steuern:

  • Free enthält alle Funktionen ohne Bridge-Konto oder Zeitlimit. Agenten, Terminals, Workspaces und manuelle Automationen sind unbegrenzt; erlaubt sind je ein Cluster, Datenbankserver, Slack-Kanal und Zeitplan. Für Ressourcen zählen die in den vergangenen 30 Tagen verwendeten Identitäten.
  • Pro kostet US$9,99 monatlich oder US$99,99 jährlich und hebt diese Mengenbegrenzungen für Einzelpersonen auf.
  • Team kostet US$14,99 je Sitz und Monat oder US$149,99 je Sitz und Jahr und ergänzt die Verwaltung von Mitgliedern und Sitzen.

KI-Abos und API-Verbrauch werden separat bezahlt. Die Zahl tatsächlich paralleler Agenten hängt von Mac und Anbieterlimits ab. Bedingungen zu Testphase, Kündigung, Versionsrechten und Lizenzprüfung stehen in den aktuellen Tarif- und Lizenzbedingungen.

Lokale Dateien und Verarbeitung beim KI-Anbieter

Workspaces liegen als YAML und Markdown unter ~/Bridge; auch Verlauf, Freigaben und Einstellungen bleiben in lokalen Dateien. Laut Anbieter gibt es keine Nutzungstelemetrie, Analysen oder Absturzberichte. Update-Prüfungen und nach der Anmeldung ungefähr tägliche Lizenzabfragen bleiben bestehen. Eine Anmeldung umfasst Geräte- und Kontodaten.

Agenten senden Anfragen direkt an ihre Modellanbieter. Auch verbundene Dienste erhalten ihre jeweiligen Daten. Lokale Verwaltung bedeutet deshalb keine vollständig offline arbeitende KI. Prüfe die Datenschutzerklärung von AI Bridge und die Regeln deiner Anbieter.

Die App ist proprietär und nicht quelloffen; GitHub dient Releases und Fehlermeldungen. Für Modellausgaben gelten zusätzlich die Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Häufige Fragen

Was ist kostenlos und welche Kosten kommen hinzu?

Free ist zeitlich unbegrenzt und enthält alle Funktionen innerhalb der Ressourcenlimits. Modellabos und API-Nutzung sind separat.

Brauche ich Claude Code oder Codex zusätzlich?

Ja, für diese Agenten brauchst du deren echte CLI und dein eigenes Konto. Setup kann die Installation unterstützen.

Bleiben Code und Gespräche auf dem Mac?

Bridge speichert seine Verwaltungsdateien lokal. Die Agenten kommunizieren trotzdem direkt mit ihren KI-Anbietern; deren Datenregeln gelten weiterhin.

Offizielle Anleitungen und Unterstützung