Reviu: KI-Code-Review vor dem nächsten Commit

Agenten starten, Änderungen prüfen und präzises Feedback direkt aus dem Diff zurückgeben.

reviu.dev
Reviu screenshot

Reviu ist eine native Desktop-Anwendung für Entwickler, die mit Coding-Agenten arbeiten und deren Änderungen selbst nachvollziehen wollen. Gespräche, lokale Diffs, Terminal und Git-Zustand bleiben in einem Arbeitsbereich. So wird aus einer Agentenantwort ein überprüfbarer Änderungsvorschlag, bevor du ihn in die Versionshistorie übernimmst.

Einfach erklärt: Wofür ist Reviu da?

Stell dir einen Prüfplatz neben deinem KI-Programmierer vor. Der Agent verändert Dateien; du siehst, was vorher und nachher darin steht. Ist etwa die Rabattberechnung falsch, kommentierst du die betreffenden Zeilen und schickst die Rückmeldung an den Agenten.

Dieses KI-Code-Review setzt auf deine Prüfung der erzeugten Änderungen. Reviu verspricht damit keine automatische Freigabe fehlerfreien Codes. Tests und fachliche Entscheidungen bleiben Teil deiner Arbeit. Die Website dient als Informations- und Downloadseite; gearbeitet wird in der installierten App.

Einen ersten Durchlauf vorbereiten

  1. Lade die App im offiziellen Downloadbereich. Angeboten werden macOS für Apple Silicon und Intel, Windows für ARM64 und x64 sowie ein Installationsskript für Linux.
  2. Bereite ein lokales Git-Repository und eine installierte, angemeldete Agenten-CLI vor. Reviu nutzt das ACP-Verzeichnis, unter anderem mit Claude Code, Codex, Gemini, Copilot und Cline.
  3. Öffne das Repository und starte eine Sitzung. Ein eigener Branch beziehungsweise Worktree trennt die Aufgabe vom übrigen Arbeitsverzeichnis.
  4. Gib eine klar begrenzte Aufgabe vor, prüfe Aktivitäten und Diffs und sende ausgewählte Zeilenkommentare zurück. Kontrolliere anschließend die Korrektur und führe die Projekttests aus.
  5. Übernimm die akzeptierten Hunks in den Staging-Bereich, erstelle den Commit und pushe den Branch. Für den GitHub-PR innerhalb der App ist Pro vorgesehen.

Anmeldung, Modellzugang und Kontingente der CLI bleiben eigenständig. Mobiler Zugriff und SSH-Fernzugriff waren bei der Prüfung am 8. Oktober 2026 noch als geplant gekennzeichnet.

Feedback behalten, auch wenn mehrere Agenten arbeiten

Kommentare aus dem lokalen Diff werden mit Datei, Zeile und Diff-Seite an den Agenten übergeben. Das reduziert unklare Verweise wie „ändere die Funktion von eben“. Nach jedem Korrekturdurchlauf solltest du die neuen Änderungen erneut lesen.

Eine Sitzung hält Gespräch, Checkout, Dateien, Terminal und Historie zusammen. Parallele Worktrees sorgen für getrennte Arbeitsverzeichnisse; laufende Agenten arbeiten beim Sitzungswechsel weiter. Befehle, Ausgaben, Berechtigungsanfragen und Fehler bleiben sichtbar.

Checkpoints können Arbeitsdateien wiederherstellen. Laut Beschreibung von Version 1.0 bleiben HEAD und Staging-Zustand dabei unverändert. Prüfe nach einem Undo deshalb auch den Git-Zustand.

Vom Diff zum aufgeräumten Branch

Lokales Git umfasst Hunk-Staging, Amend, interaktives Rebase, Stashes, Cherry-Pick, Konfliktlösung und Historie. Damit kannst du geprüfte Änderungen sinnvoll aufteilen, statt sämtliche Agentenänderungen gemeinsam zu übernehmen.

Pro ergänzt GitHub-PRs mit Diskussionen, Checks, Reviewern, Benachrichtigungen und den im Repository erlaubten Merge-Verfahren. Die offiziellen Chrome- und Firefox-Erweiterungen führen von einem GitHub-PR in die lokale App. Gleichwertige PR-Funktionen für andere Hostingdienste sind dadurch nicht belegt.

Datenschutz und Lizenz richtig einordnen

Die Datenschutzerklärung besagt, dass das Reviu-Backend lokale Repository-Inhalte weder erhält noch speichert. Eine lokale Agenten-CLI kann dennoch einen externen Modelldienst aufrufen. Dessen Datenverarbeitung musst du separat berücksichtigen.

GitHub-API-Anfragen in Pro laufen über das Reviu-Backend; Antworten können zwischengespeichert und Konto-, Token- sowie Abonnementdaten gespeichert werden. Anonyme Produktanalyse ist standardmäßig aktiv und in den Einstellungen abschaltbar. Hinzu kommen Sentry-Fehlerberichte. Lokale Agentenchats werden nach 30 Tagen bereinigt.

Der Quellcode steht unter FSL-1.1-ALv2. Diese Lizenz enthält Einschränkungen für konkurrierende Nutzung und eine spätere Apache-2.0-Lizenzierung. Öffentlich lesbarer Code bedeutet hier keine uneingeschränkte Open-Source-Freigabe.

Kostenloser Kern und Pro-Abonnement

Stand 8. Oktober 2026 sind lokale Sitzungen, Worktrees, Diff-Feedback und lokale Git-Funktionen ohne Reviu-Konto kostenlos. Pro ergänzt die GitHub-Arbeit innerhalb der App; die Website nennt eine 14-tägige Testphase. Modellnutzung läuft über dein bestehendes CLI-Abonnement und ist kein enthaltenes Gratis-Kontingent.

Die aktuelle Tarifübersicht und die Nutzungsbedingungen nennen am 8. Oktober 2026 für Pro 9 US-Dollar pro Monat oder 79 US-Dollar pro Jahr. Die 14-tägige Testphase benötigt kein Zahlungsmittel; erst nach dem Test und nach Hinterlegung der Zahlungsdaten beginnt ein kostenpflichtiges Abonnement. Das sind öffentliche Dollarpreise, kein bestätigter deutscher Endpreis. Prüfe Währung, Steuern und Verlängerung im Checkout.

Häufige Fragen

Enthält die kostenlose Nutzung auch KI-Kontingente?

Nein. Kostenlos ist der lokale Reviu-Workflow. Zugang und Limits des Agentenanbieters gelten weiterhin; Pro schaltet GitHub-Funktionen frei.

Kann ich meine vorhandene Agenten-CLI weiterverwenden?

Ja, der dokumentierte Ablauf nutzt eine bereits installierte und angemeldete ACP-kompatible CLI. Unterstützte Agenten hängen vom Verzeichnis und der installierten Version ab.

Bedeutet lokal, dass keine Daten den Rechner verlassen?

Diese pauschale Aussage wäre falsch. Revius lokale Dateien, die Modellanfragen deiner CLI und der GitHub-Proxy von Pro sind getrennte Datenwege.

Offizielle Projektressourcen

RillKostenlos
Webseiten als Kontext nutzen und Aufgaben an die eigenen Coding-Agenten senden.
KI-Browser-ToolsKI-Forschungsassistenten · KI-CodierungsassistentenÖffnen ↗