
Rill: KI-Browser für Mac mit eigenen Coding-Agenten
Webseiten als Kontext nutzen und Aufgaben an die eigenen Coding-Agenten senden.

Einfach erklärt: Wofür ist Rill da?
Rill ist ein KI-Browser für Mac von Manifold AI Inc. Beim Lesen einer Webseite kannst du eine Aufgabe formulieren und den Seitenkontext an deinen vorhandenen Claude-Code- oder Codex-Agenten übergeben. Rill sucht das passende lokale Projekt; der Agent arbeitet im Hintergrund weiter.
Das hilft etwa, wenn du eine Methode aus einem Fachartikel im eigenen Projekt prüfen oder eine Gestaltungsidee umsetzen möchtest. Besonders passend ist Rill für Menschen, die bereits Coding-Agenten verwenden und beim Recherchieren Ideen für ihre Projekte sammeln. Normales Surfen funktioniert auch ohne Agenten.
Welche Daten verlassen den Mac?
Verlauf, Projektindex und Aufgabenprotokolle liegen lokal; Passwörter speichert Rill im macOS-Schlüsselbund. Die KI-Funktionen übermitteln dennoch benötigten Kontext über deine angemeldete CLI an OpenAI oder Anthropic. Dazu können Seitentitel, URLs, Textauszüge, Projektinformationen und gelesene Dateien gehören.
Die offizielle Datenschutzerklärung beschreibt jede Funktion einzeln. Automatische Tab-Gruppen und Verlauf lassen sich abschalten, Aufbewahrungsfristen ändern und Browserdaten löschen. Inhalte privater Fenster werden nicht an den KI-Anbieter gesendet. Programme mit deinem Benutzerkonto können lokale Textdateien und CLI-Protokolle lesen. Auch Prompt Injection bleibt ein ausdrücklich genannter Risikofaktor.
Vom Fund im Web zur überprüften Änderung
- Lade Rill im offiziellen Downloadbereich herunter und ziehe die App nach Applications.
- Melde dich bei Claude Code, Codex oder beiden an. Vorhandene Projekte werden aus deren Verlauf erkannt.
- Öffne die relevante Seite, drücke ⌘E und beschreibe das gewünschte Ergebnis. Prüfe den angehängten Seitenkontext.
- Kontrolliere das vorgeschlagene Projekt. Bei Unsicherheit fragt Rill nach.
- Verfolge Fortschritt und Rückfragen, während du weiterliest. Neue Aufgaben sind zunächst schreibgeschützt; Änderungen benötigen deine Freigabe.
- Prüfe Ergebnis, Werkzeugschritte und Dateidiff. In Git-Repositories gibt es Undo; teste Änderungen und behalte wichtige Sicherungen.
Zum Einstieg eignet sich eine Analyseaufgabe, bevor du eine Umsetzung freigibst.
Seiten vergleichen und Webaufgaben ausführen
Fragen zu einer Seite werden direkt daneben beantwortet. Aus höchstens sechs Tabs kann Rill eine Vergleichstabelle mit Zitaten der jeweiligen Seiten erstellen. Das hilft bei der Recherche; aktuelle Preise oder Bedingungen solltest du an den Quellen überprüfen.
Projektagenten surfen in eigenen Hintergrund-Tabs ohne deine Anmeldungen. Klicken und Tippen brauchen dort Erlaubnis. Aufgaben mit dem Ziel On the web oder In this tab nutzen dagegen normale Tabs mit deinen Anmeldungen.
Vor Bezahlen, Bestellen, Senden, Veröffentlichen oder Löschen soll der Agent stoppen, außer du hast dies ausdrücklich erlaubt. Laut Anbieter ist das eine Anweisung, keine technische Sperre. Passwort-, Karten- und Einmalcodefelder kann er nicht ausfüllen.
Tabs und frühere Recherchen wiederfinden
Die Startseite gruppiert Tabs nach Themen, ohne deine Tab-Leiste umzusortieren. Der Verlauf wird in Tagesabschnitte gegliedert. Describe sucht nach einer beschriebenen Erinnerung; Exact words durchsucht die lokale Bibliothek. Eine Projektkarte zeigt Arbeitsbereiche und erledigte Aufgaben.
Talking ist eine Beta-Funktion: zuerst unter Settings › Talking einrichten, dann Fn gedrückt halten. Spracherkennung läuft auf dem Mac. Unsicher erkannter Text kann zur Korrektur an den Anbieter gehen, die Aufnahme selbst nicht. Aufnahmen und Text bleiben standardmäßig 30 Tage lokal gespeichert; dies lässt sich abschalten.
Kostenloser Browser, eigene KI-Nutzung
Stand 8. Oktober 2026 ist Rill kostenlos und verlangt weder ein zusätzliches Rill-Abo noch API-Schlüssel. KI-Aufgaben laufen unter deinem bestehenden Anbieterplan einschließlich dessen Nutzungsbedingungen und Limits. Unbegrenzte Modellaufrufe sind damit nicht zugesichert.
Die Beta benötigt Apple silicon und macOS 14 oder neuer. Für KI-Funktionen brauchst du Claude Code 2.1.261+ oder Codex CLI 0.144.4+, installiert und angemeldet. Private Fenster, Schlüsselbundpasswörter und die Übernahme von Anmeldungen aus Chrome, Arc oder Safari gehören zum Browser. Passkeys werden derzeit nicht unterstützt; vorgesehen sind Passwortanmeldung oder Safari.
Die Nutzungsbedingungen erlauben private und berufliche Nutzung auf eigenen oder kontrollierten Macs. Als experimentelle Beta kann Rill Fehler enthalten und sich ändern.
Häufige Fragen
Ist Rill einschließlich der KI-Nutzung kostenlos?
Rill selbst ist kostenlos. Für KI gelten weiterhin Plan und Kontingente deines Claude-Code- oder Codex-Kontos.
Welche Macs und KI-Zugänge werden benötigt?
Apple silicon mit macOS 14 oder neuer. KI-Funktionen benötigen eine unterstützte, angemeldete CLI; zum normalen Surfen ist sie nicht erforderlich.
Bleiben alle Daten bei KI-Aufgaben auf dem Mac?
Nein. Lokale Speicherung schließt die Übertragung von Aufgaben- und Seitenkontext an den gewählten KI-Anbieter nicht aus.
Offizielle Hilfe
- Kontakt für Sicherheits- und Datenfragen: Bei Problemen mit Agenten Rill-, macOS- und CLI-Version angeben.





